■ Warum wir oft an die falsche Person geraten - Teil 2 -

Willkommen zu Teil 2 des etwas umfangreicheren Artikels „Warum wir oft an die falsche Person geraten“. Heute möchte ich meine Antwort zu der Fragestellung geben und hoffe das meine Leser viel daraus mitnehmen können.

Frau die frei und glücklich ihr Leben genießt nachdem sie sich von dem Falschen getrennt hat.

 

Wie ich bereits im ersten Teil erwähnte, hat die Fragestellerin das „warum“ eigentlich schon selbst beantwortet. Nach dem Satz, in dem sie schrieb, dass sie ihren Mann verlassen wollte und alle ihr davon abgeraten haben, hätte ich gar nicht mehr weiter lesen müssen. Denn in dieser Aussage liegt die Ursache für den ganzen Mist der daraus entstanden war.

 

Sie hatte bereits erkannt das sie an den Falschen geraten war und wollte die ganze Sache daher (logischerweise) beenden. Nun traten aber so viele Leute vor, die ihr rieten das durchzustehen. Hier wird die „soziale Programmierung“ sehr deutlich. Man kennt es ja aus zahlreichen Filmen das, wenn beide gemeinsam sich durch alle Schwierigkeiten kämpfen, sie am Ende das glücklichste Paar werden, das jemals gelebt hat. Und genau diesen Blödsinn haben alle Leute auf die junge Frau herunter gepredigt. Wozu das geführt hat, wissen wir ja aus dem ersten Teil dieses Artikels.

 

(Nach der selben Logik habe ich jetzt auch angefangen Gerichte die ich gar nicht mag, zu essen. Ich würge nun jeden Bissen herunter. Denn dann wird es irgendwann ja richtig gut schmecken und zu meinem Lieblingsgericht werden, richtig?)

 

■ Blödsinn Nr.1: Heiraten und Kinder bekommen ist das ultimative Ziel welches glücklich macht.

 Dazu kommt noch der Irrglaube, der den Frauen schon in Kindheitstagen eingetrichtert wird: „Erst wenn du verheiratet bist und Kinder hast, wirst du vollständig werden, glücklich sein und etwas im Leben erreicht haben.“

 

Diesem Irrtum sind sehr viele Frauen aufgesessen und verfolgen diese „tollen Ziele“ fast schon fanatisch. Nur selten schauen sie mal über den Tellerrand und erkennen was sie eigentlich wollen und was sie wirklich glücklich macht.

 

Und wenn eine Frau mal nicht diesen „optimalen,gesellschaftlichen Vorstellungen“ folgt, sondern ihr eigenes Ding macht, wird sie oft mit skeptischen Blicken betrachtet und häufig muss sie sich dann Fragen anhören wie: „Warum bist du noch nicht verheiratet und hast keine Kinder?“ und „Was stimmt nicht mit dir?“.

 

(Kurz an die Frauen die genau das zu hören bekommen. Mit euch ist alles in Ordnung. Ihr lebt euer Leben einfach und verfolgt nur Interessen die euch tatsächlich glücklich machen. Sprich, ihr lebt außerhalb der sozialen Programmierung und folgt nicht ihren gesellschaftlichen Zwängen.)

 

Jedenfalls ist die Fragestellerin scheinbar diesem Irrtum aufgesessen (soweit ich das aus der Entfernung beurteilen kann), und hat sich daher entgegen ihrer logischen und richtigen Auffassung für den Leidensweg entschieden. Hier hat sie dann auf verlorenen Posten für eine Zukunft, für eine Beziehung gekämpft, die schon längst nicht mehr möglich war.

 

Anschließend wundern sich viele das alles nach hinten losgegangen ist, obwohl sie doch alles für die harmonische Beziehung getan haben. Das Problem ist, das wir uns meist zu sehr an unsere Träume und Wünsche klammern und erst viel zu spät erkennen wenn sie innerlich eigentlich völlig verfault sind. Vieles wird auch erst einmal verdrängt und als halb so wild abgestempelt. Doch wenn etwas nicht Rund läuft, sollte man mit klarem Verstand und rationalem Denken, die ein oder andere Sache einmal genauer betrachten.

 

Ich sage nicht das man immer gleich alle hinwerfen und beenden sollte, aber wenn es so viele negative Punkte wie in diesem Beispiel gibt (süchtiger Ehemann, schlechtes Verhältnis zu den Schwiegereltern und Untreue) die in der Summe einfach zu viel schlechtes Ergeben, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass man gerade dem Falschen hinterherrennt.

 

■ Wie geht es nun am besten weiter?

 Ich denke, die junge Mutter ist nach der ganze Geschichte nun schlauer und wird zukünftig schnellere und bessere Entscheidungen treffen können. Sie braucht sich wegen der ganzen Sache jetzt auch nicht schlecht zu fühlen. Gerade aus solchen Fehlern lernt man am meisten. Und nach solch einem Tief im Leben folgt immer ein Hoch.

 

Von daher rate ich ihr, vollkommen positiv in die Zukunft zu blicken, ihr Leben endlich wieder zufrieden und glücklich zu leben, ohne die negativen Personen, welche sie in den letzten Monaten regelrecht terrorisiert haben, zu beachten.

 

Wenn sie den Kontakt zu diesen Leuten meidet bzw. auf das Minimum beschränkt, wird es für sie schnell wieder Berg auf gehen.

 

Das es das Beste für sie und ihr Kind war, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen, wird die junge Mutter mit der Zeit immer mehr einsehen. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass die momentane Beziehung ihres Ex-Mannes auch nicht mehr allzu lange halten wird. Da liegt einfach zu vieles im Argen. Ich wünsche es ihnen nicht, aber seine Lebensumstände werden ihm und seiner neuen Partnerin höchstwahrscheinlich noch auf die Füße fallen, wenn er nicht an sich arbeitet.

 

Unsere Glaubensvorstellungen die uns von unsere Gesellschaft eingeredet werden, führen oft zu solchen unschönen Situationen wie ich hier in diesem Artikel geschildert habe. Ich hoffe das ich hiermit vielen Leuten eine neue Sicht der Dinge vermitteln konnte, mit welcher sie in Zukunft besser und stressfreier durch ihr weiteres Leben gehen können.

 

Ich wünsche daher auch ihrem Ex-Mann und seiner neuen Partnerin alles gute für die Zukunft. Das er seine Probleme auf die Kette bekommt und nicht noch einer Frau das Herz bricht.

 

An dieser Stelle auch noch einmal ein großes Dankeschön an die junge Frau, welche es mir gestattet hat, ihre Geschichte aufzugreifen und in Form dieses zweiteiligen Artikels zu verarbeiten. Ich wünsche ihr und ihrer Familie alles gute und viel Gesundheit auf ihren weiteren Weg durch das Leben.