Unsere Arbeitswelt im negativen Wandel

Mit angezogener Handbremse ab in die Zukunft. So könnte man unsere Arbeitswelt ganz gut beschreiben. Die Mittelschicht wird immer ärmer, obwohl sie ackert wie verrückt. Wo einige der tatsächlichen Probleme liegen, sieht kaum jemand. Werfen wir heute also mal einen Blick auf unseren immer mehr krankmachenden Arbeitsalltag.

 

Die Arbeitswelt im negativen Wandel.

 

Mir ist klar das ich in diesem Artikel nicht alle Probleme, aller Berufe abdecken kann. Dennoch gibt es das ein oder andere Problem, welches sich durch alle Bereiche unserer Arbeitswelt zieht. Der Wandel, welcher immer spürbarer stattfindet, geht dabei in eine unerfreuliche Richtung. Es ist eine Richtung, bei der jetzt schon abzusehen ist, das sie nicht mehr lange funktionieren kann. Kombiniert mit Regelungen, die in der Praxis kaum realisierbar sind bzw. zu mehr Ineffizienz führen, würgen unsere Produktivität ab und bremsen den eigenen Betrieb aus. Das führt zu Unzufriedenheit auf allen Seiten.

 

Problemlösungen werden zum Problem

 

Was drückt die Arbeitsmoral mit am meisten nach unten?
Das es im geregeltem Arbeitsalltag auch immer mal wieder zu Problemen kommen kann ist nichts Ungewöhnliches. Viele davon werden direkt von den Mitarbeitern selber überbrückt z.B. bei Krankheit eines Kollegen, wird dann die Bemühung unternommen die gewohnte Produktivität beizubehalten bzw. die Einschränkungen so niedrig wie möglich zu halten.

Langfristige Probleme, die konkrete Entscheidungen und einleitende Schritte benötigen, werden immer mehr zum Stolperstein, weil scheinbar niemand mehr Entscheidungen treffen möchte. Wir erleben inzwischen einen Trend zum „Probleme nicht lösen, sondern verwalten.“

Das verursacht meist weitere Probleme. Wie wird darauf reagiert? Mit Meetings die immer mehr aufgebläht werden. Aber immer mehr Meetings, an denen jeder teilnehmen möchte, aber niemand eine sinnvolle Entscheidung trifft, bringen niemanden etwas. Das bekannteste Beispiel dafür wäre unsere Politik. Was dort für halbgarer Blödsinn entschieden wird, würde so manchen Schuldbürger in den Schatten stellen.

 

■ Probleme werden zunehmend nur noch verwaltet anstatt gelöst.

Falsche Prioritäten

Der einfache Arbeiter ist oft der Verlierer in unserer Arbeitswelt.

In vielen Betrieben werden bei Problemen (neben den ganzen Meetings) zahlreiche, inhaltslose E-Mails geschrieben. Diese lösen nichts, aber man kann sich dann, wenn die Kacke so richtig am Dampfen ist, auf diese E-Mails berufen und so das Argument bringen, das man ja an dem Problem gearbeitet hat. Den vielen leitenden Personen geht es nicht in erster Linie darum die Probleme zu lösen, sondern darum ihre Position abzusichern.

Anstatt sich mit den eigenen Mitarbeitern die über die Praxiserfahrung verfügen und mit am besten zur Lösung eines Problems in ihrem Bereich beitragen könnten, verkriechen sich die Führungskräfte und Theoretiker in ihren Meetingräumen und sind in erster Linie damit beschäftigt die Ursachen der Probleme von sich zu weisen. Schuld sind ja immer die anderen. Nach den Meetings ist meist nichts geklärt. Und wenn, dann kommen Lösungen die in der Praxis nicht einen Tag lang funktionieren. Das schafft dann neue Probleme, über die dann bei weiteren Meetings schwadroniert werden kann.

Das darunter das Arbeitsklima leidet, muss nicht weiter erwähnt werden. Die tatsächlich und praktisch arbeitenden Kräfte werden so nach und nach verheizt und kurz darauf findet diesbezüglich ein weiteres Meeting statt, wo dann gerätselt wird, warum es immer mehr Burnout Fälle und Depression-Erkrankungen in unserer Arbeitswelt gibt.

 

Auf und Abstieg

 

Wer macht Karriere?
Definitiv nicht der kleine fleißige Arbeiter. In der Politik z.B. steigen teilweise die größten "Dillgurken" zu höchsten Posten auf. In der Arbeitswelt sind es die studierten Theoretiker die oft nicht einmal in der Lage sind eine Gardinenstange anzubringen. Das viele Leute dann Arbeits- und Politikverdrossen werden, ist doch dann auch kein Wunder mehr.

Die Fachkompetenz schwindet in vielen Berufen. Das liegt nicht nur daran das die neuen Generationen durch die Medien immer mehr verblöden, sondern auch an den lächerlichen Auswahlkriterien einiger Arbeitgeber. In einer Zeitschrift hat sich mal ein Chef damit gebrüstet das er grundsätzlich jeden Bewerber ablehnt, welcher geschiedene Eltern hat. Sein Betrieb sei schließlich keine soziale Auffangstation. Tja, wenn nur das zählt, was auf dem Papier steht, dann gute Nacht.

Inzwischen wird überall herumgejammert, das keine Fachkräfte mehr zu finden seien. Woran das wohl liegt? Dazu sollte man vielleicht mal ein Meeting abhalten.

 

Automatisierung: Fluch und Segen

 

Sind Roboter die Arbeiter der Zukunft?

Ein weiterer Teil des Wandels, der unserer Arbeitswelt auf die Füße fallen wird, ist die zunehmende Automatisierung. Grundsätzlich ist es super wenn belastende Arbeiten von einer Maschine/Roboter effizienter erledigt werden kann. Wenn dann allerdings zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen, wandelt sich das ganze zu einem Fluch.

Momentan ist es noch nicht so sehr zu merken, aber wenn die Robotik weiter vorangeschritten ist, werden viele ihre Arbeit verlieren.

 

Roboter werden die Arbeitswelt zukünftig immer mehr dominieren.

 

Es gibt Unternehmer, denen das egal sein wird. Solange der Profit steigt und die eigene Tasche weiterhin gut gefüllt wird, ist für sie die Welt in Ordnung. Aber da stellt sich eine grundlegende Frage: Wer soll die so effizient produzierte Ware dann kaufen, wenn keiner mehr einen Job hat, um das nötige Geld dafür zu verdienen? Das ist das absehbare Ende der Fahnenstange.

Wir müssen anfangen uns Gedanken über die uns bevorstehende Zukunft zu machen. Wie wollen wir weiter leben? Wie soll es mit der aufkommenden Automatisierung, welche viele Arbeitsplätze kosten wird, weitergehen?

Einfach so weiter machen wie bisher wird langfristig nicht funktionieren. Man muss bereits jetzt damit beginnen ein sinnvolles Verhältnis zwischen menschlichen und maschinellen Arbeiter zu definieren.

 

Zukünftige Arbeitswelt

 

Wo muss Veränderung her?
In unserer Arbeitswelt sollten wir dringend damit beginnen, den negativ Wandel der im vollen Gange ist, entgegenzuwirken. Das geht aber nur, wenn sich alle an einen Tisch setzen und unseren Arbeitsalltag grundlegend überdenken. Denn so wie bisher wird es nicht mehr lange gut gehen. Und auch die große Spalte zwischen Arm und Reich wird letztendlich nur zu gewalttätigen Konflikten führen. Soziale Unruhen und eine am Boden liegende Wirtschaft haben schon mehr als einmal Kriege entfacht.

Krankenhäuser, Altenpflegeheime, Polizei, Feuerwehr, Schulen usw. müssten personell und finanziell deutlich mehr Unterstützung bekommen. Das Geld ist doch da. Bundestagsabgeordneten müssen nicht Monatsgehälter von über 9000 Euro Brutto (!) erhalten. 1/3 davon würde reichen und läge immer noch weit über dem Durchschnittsgehalt eines Arbeiters aus der Mittelschicht. Die restlichen 2/3 würden in den anfangs genannten Bereichen schon viel Bewirken und Arbeitsplätze schaffen.

Genau so wie z.B. die exorbitanten Managergehälter. 10% dieser Unsummen würden locker reichen um noch wie Gott in Frankreich zu leben. Die restlichen 90% sollten auf die Arbeiterlöhne der einfachen Arbeiter aus der Firma verteilt werden.

Das würde die Stimmung in unserer Arbeitswelt schon deutlich beeinflussen und den negativen Wandel entgegenwirken.

Aber die meisten Menschen jubeln mit einer Dose Bier in der Hand, lieber irgendwelchen Fußballspielern zu, deren Gehalt vom einfachen Arbeiter nur dann angespart werden könnte, wenn dieser bereits ein paar hundert Jahre vor Christi Geburt angefangen hätte zu arbeiten.

Vielleicht regt dieser Artikel den ein oder anderen zum Nachdenken an. Von daher wäre es super wenn du diesen Artikel teilen würdest. Wer weiß was dieser alles bewirken kann.