■ Lebe gesünder, indem du die Extreme vermeidest

Die Extreme nehmen in unserer Gesellschaft immer mehr zu. Immer schneller, weiter höher, besser. Das mag in manchen Bereichen etwas gutes sein. Doch auf den Menschen selbst gesehen, wirkt sich dies meist immer negativer aus. Stress, Burnout und andere Leiden halten immer häufiger Einzug in unser Leben.

 

Sonnenuntergang an der polnischen Ostsee. Dazu der Spruch: "Bleibe stehen um dich selbst einzuholen." Vermeide Extreme.

 Erst einmal möchte ich kurz benennen was ich mit den Extremen meine. In diesem Artikel beziehe ich mich auf extreme Handlungen und Verhaltensweisen.

Die meisten von uns trinken z.B. auf Partys bestimmt gern alkoholische Getränke.Doch meistens endet der Spaß erst dann wenn die Grenzen des Verträglichen überschritten sind. Heißt, erst wenn die Toilette voll gekotzt ist und sich bei uns alles dreht, hören wir auf.

 

Oder der "Sport-Wahn". Immer mehr powern bis die Muskeln schmerzen und man komplett am Ende ist und die Kräfte verbraucht sind. Ist dir eigentlich bewusst das solche „Extrem-Sportler“ meist im Alter die größten körperlichen Probleme haben?

 

Nichts gegen Sport insgesamt. Im richtigem Maße ist er natürlich förderlich, aber es kommt immer auf die richtige Dosierung an. Und das gilt für viele Bereiche in unserem Leben.

 

■ Vermeide Überreizungen

 Wenn etwas sehr gut schmeckt, können wir meist nicht genug davon bekommen. Jeder von uns hat bestimmt schon einmal ein bestimmtes Gericht oder Süßigkeiten in sich hineingestopft, bis ein leichtes Gefühl der Übelkeit einsetzte. Danach konnte man das Essen eine Zeit lang nicht einmal mehr ansehen.

 

Oder Eltern die ihre Kinder mit Geschenken überhäufen. Wenn es dann beim nächsten mal nicht mindestens genau so viel ist, dann ist das Geschrei groß.

 

Die Wertevorstellung der Kinder wird damit so negativ beeinflusst, dass man irgendwann dauerhaft, unzufriedene Kinder am Rockzipfel hängen hat.

 

■ Zu viel von etwas ist genau so schlecht wie zu wenig

 

Ein anderes Extrem wäre die Informationsflut, die inzwischen in Form von Smartphone, Internet und Medien allgemein über uns hereinbricht. Von so vielen Reizen sind wir am Ende des Tages völlig fertig und gestresst.

 

Brauchen wir über 500 „Facebook-Freunde“ für die wir sowieso keine Zeit haben? Müssen wir durchgehend erreichbar sein? Vier verschiedenen Vereinen angehören und nebenbei den Traumkörper im Fitness-Studio erschaffen, damit wir so aussehen wie „Mr. und Mrs. Perfect“?

 

So viel wie möglich erreichen und das so schnell wie möglich und mit aller Kraft. Ohne Pause. Knallhart und unnachgiebig. Klingt nach einem entspannten und erstrebenswerten Leben, oder?

 

■ Stehen bleiben heißt nicht Stillstand

Was wir inzwischen scheinbar alle vergessen haben, ist, dass wir auch einmal etwas absagen können. Mal nicht auf biegen und brechen unsere 10 Km laufen, nicht jede Party mitnehmen und auch nicht zu jeder Geburtstagsfeier eines Verwandten auftauchen müssen.

 

Es ist völlig in Ordnung mal alle fünfe gerade sein zu lassen. Einfach das süße Nichtstun genießen.Wir brauchen genau das in unserer hektischen und schnelllebigen Welt.

 

Bei den Indianern sagt man sich Sinngemäß, dass der Mensch auch mal stehen bleiben muss, damit die Seele den Körper wieder einholen kann. Und da ist scheinbar sehr viel wahres dran.

 

Treibe also nicht immer alles auf die Spitze, sondern erkenne wann du zu sehr auf ein Extrem zusteuerst. Deine Gesundheit wird es dir danken.

 

Höre nicht erst mit etwas auf wenn es ins Gegenteil umschlägt. Die meisten Extreme werden uns erst dann bewusst, wenn es fast zu spät ist. Erkenne den richtigen Zeitpunkt schon vorher.

 

Du musst nicht immer und überall der Beste sein und es allen immer recht machen. Das kannst du auch gar nicht. Niemand kann das. Die Extreme holen dich schneller ein als du denkst. Finde heraus, was du kannst und was du willst und konzentriere dich nur darauf.