■ Lebst du nach einer Checkliste?

Nach der Schule sofort studieren. Sich am Wochenende auf Partys betrinken. Geld hinterher rennen und nach Autos und anderen materiellen Dingen streben. Das macht man eben so im Leben. Aber machst du auch wirklich das was du möchtest?  Bestimmen gesellschaftliche Zwänge, wie du lebst und wo du arbeitest?

Viele leben nur nach einer Checkliste, welche meist nicht ihren eigentlichen Wünschen entspricht.
Wer seinen Weg gehen will, muss anfangen auf sich zu hören und nicht auf andere.

 

Völlig gestresst, hetzten die meisten Menschen durch ihr Leben, streben nach vorgegebenen „Meilensteinen“ und erkranken dann an Depressionen oder dürfen ihren ersten Burnout erleben. Und das, obwohl es einigen, von außen betrachtet, eigentlich gut geht? Sie haben scheinbar alles erreicht und sind doch unglücklich? Was läuft da bei vielen falsch?

 

■ Die Checkliste zum (Un)glück

Der große Fehler den wir häufig machen, ist, dass wir eine Liste ab arbeiten, die Meilensteine enthält, welche uns von unserem Umfeld eingeredet werden. Wie sieht die Standart-Liste zum angeblichen Glück aus?

 

  • gehe studieren (am besten Arzt, Ingenieur, Lehrer...)

  • kaufe dir die neuste Elektronik (Smartphone, Flachbildfernseher, usw.)

  • kauf dir ein Auto

  • gehe hart arbeiten und werde reich dadurch

  • bekomme Kinder

  • heirate

  • kaufe dir ein Haus

  • spare dir alles für die Rente auf

 

Die meisten Menschen arbeiten diese Liste ab, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, was sie eigentlich wirklich wollen. Viele machen den Fehler, sich über Äußerlichkeiten zu definieren. Einen angesehenen Job zu erlernen, egal ob man Spaß an diesem hat. Das ist für uns gesellschaftlich wichtiger, als den Arbeiten nachzugehen, die wir eigentlich machen möchten. Denn was zählt, ist das Ansehen was wir durch hochtrabende Jobs bekommen.

 

Dann wird geheiratet und das erste Kind muss her. Schon werden zwei weitere Punkte auf der Liste abgehakt. Dann das Haus und der Hund. Ja, dann endlich siehst du so aus, wie die Bilderbuch-Familien aus irgendwelchen Werbeanzeigen oder Hollywood Filmen. Du hast jetzt zwar ein Kind am Hals was dich ganz schön Nerven kostet und ein Haus das Geld verschlingt, aber du erfüllst nun die „allgemeinen gesellschaftlichen Erwartungen“. Ist das nicht toll? Ist es nicht wunderbar mit der Masse mit zu schwimmen und die eigenen Interessen und Wünsche hinten anzustellen?

 

Vergiss bitte auch nicht, immer das neuste Smartphone in der Tasche zu haben und mit einem schicken Schlitten an der nächsten Ampel ein ordentliches Schauspiel abzuliefern. Zeige was du hast und ernte Aufmerksamkeit, um damit deine Persönlichkeit zu definieren. Mache dich von Meinungen anderen Leuten abhängig und...falle so, mächtige auf die Fresse. Denn du bist nicht das was du besitzt. Du bist was du tust.

■ Wenn schon eine Liste, dann DEINE

Sich ein paar Punkte zu überlegen, was man im Leben machen und erreichen möchte, ist nicht verkehrt. Es ist nur wichtig dabei, das auf dieser Liste Dinge stehen, die du möchtest und nicht etwas, das erwartet wird oder gemacht werden muss, weil es ja jeder so macht.

 

Das ist nämlich das Problem, welches bei vielen Leuten zu Unzufriedenheit führt. Sie machen nicht das was sie eigentlich mit ihrem Leben anstellen wollten. Vielleicht arbeitet einer nächste große Schauspieler gerade in einem Elektro-Markt als Verkäufer (nichts gegen diesen Beruf), weil alle über seinen Wunsch, Schauspieler zu werden, nur gelacht oder mit den Kopf geschüttelt haben und er deshalb lieber den „sicheren“ Weg mit dem geringsten Widerstand gegangen ist. Nun versauert er in einem Beruf der nicht unbedingt das ist was er eigentlich wollte.

 

 Von daher, höre auf es anderen recht machen zu wollen. Hör auf, den „Meilensteinen der Masse“ hinterher zu laufen. Überlege lieber, was du willst und wie du es erreichen kannst. Arbeite keine dir vorgegebene Liste ab, sondern erstelle deine eigene. Nur das wird dich langfristig glücklich machen.

 

■ Unglücklicher Manager wird glücklicher LKW-Fahrer

 Ich erinnere mich an eine Radio Sendung in der Menschen über ihren Berufswechsel und deren Gründe dafür, gesprochen haben.

 

Ein Anrufer arbeitete in seiner Vergangenheit als Manager, in einem Rüstungsunternehmen. Also einen unglaublich lukrativen Job, der dich vergessen lässt, was Geldsorgen sind.

 

Jedenfalls war dieser Anrufer einfach nicht mit seinem Leben und seinem Beruf, zufrieden. Der Anrufer arbeitete in einem Job der im nicht wirklich gefiel. Daher beschloss er eines Tages, seine Arbeit hinzuschmeißen und als einfacher Fernfahrer noch einmal neu zu beginnen. Und genau das Tat er auch.

 

Du bist jetzt vielleicht genau so irritiert wie der Radiomoderator. Wer gibt schon einen sehr, sehr gut bezahlten Job auf, um als LKW-Fahrer (auch gegen diesen Beruf habe ich nichts) seine Brötchen zu verdienen? Viele Menschen würden den Kompromiss eingehen und eine unliebsame Arbeit machen, wenn im Gegenzug die Bezahlung außerordentlich gut ausfällt.

 

Der Anrufer konnte es auch gut begründen. Früher sah er jeden Tag sein immer gleiches Büro, mit der immer gleichen Aussicht und den immer gleichem Ablauf. Jetzt fährt er mit seinem LKW durch das Land, genießt die Landschaft die an ihm vorbeizieht, hat mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun, jeder Tag verläuft anders und damit abwechslungsreicher. Er ist innerlich nun einfach zufriedener mit seinem Leben geworden.

 

Der Ex-Manager hat den Wechsel, die Veränderung, nie bereut.

■ Hast du den richtigen Job?

 Es gibt einfach zu viele Menschen die morgens aufstehen und denken: „Scheiße, jetzt muss ich wieder zu meiner blöden Arbeitsstelle.“

Sie jammern, ändern aber nichts. Und bleiben so in ihrem unglücklichen Trott gefangen.

 

Lass dir von daher von keinen gesellschaftlichen Denkmustern dein Leben verderben. Schaue was dich glücklich macht. Seinen sicheren Job zu wechseln und sich ein bisschen ins Unbekannte hinaus wagen, ist für viele undenkbar. Ja, es kostet etwas Kraft und Überwindung, aber was kann den schlimmstenfalls passieren? Eigentlich nur, dass du deine ungeliebte Arbeitsstelle verlierst. Und ist das wirklich ein Drama ?

 

Abwarten wird deine Situation nicht ändern. Du musst aktiv etwas dafür tun. Und das gilt für alle Bereiche deines Lebens.

 

Arnold Schwarzenegger hat einmal gesagt: „Die Karriere-Leiter kann man nicht mit den Händen in der Hosentasche besteigen.“

 

Das ist richtig, nur sollte man unbedingt darauf achten, welche Leiter man wählt.

Der gute Herr Schwarzenegger ist übrigens ein sehr gutes Beispiel dafür, was man im Leben erreichen kann, wenn man nicht auf die negative Meinungen anderer Leute hört, und einfach sein Ding weiter durchzieht.

 

In diesem Sinne entlasse ich dich für heute mit diesen Denkanstößen.

 

Bis zum nächsten Artikel.