Leben wir in einer Computersimulation? Teil 1

Je weiter die Technologie und Wissenschaft in neue, unbekannte Bereiche der uns umgebenen Welt voranschreitet, umso kuriosere Fragen und Theorien tauchen auf. Einige waren lange Zeit nur utopisches Sci-Fi Denken. Doch es hat sich einiges getan. Inzwischen wird die Frage, ob wir in einer Simulation leben ernsthaft diskutiert. Aber was spricht dafür das wir nicht real sind?

 

Ist unsere Welt nur eine Computersimulation?

 

Was sich nach klassischem Sci-Fi-Szenario á la Matrix anhört, ist tatsächlich eine Möglichkeit, die von vielen Wissenschaftlern ernsthaft in Betracht gezogen wird. Die Möglichkeit das wir uns in einer Computersimulation befinden, wird von vielen sogar als wahrscheinlich angesehen.

Das Wissen um die Möglichkeiten, Ursprünge und Folgen des Menschen und dem Universum geben uns Einblicke in unser Denken, die Persönlichkeit und die Möglichkeiten wie wir selbst Einfluss auf uns und unser Verhalten nehmen können.

Die in früheren Artikeln und in meinem E-Book erwähnten Affirmationen sind z.B. eine der Möglichkeiten die sich aus dem Wissen für uns ergeben haben und die es uns ermöglichen unser Unterbewusstsein umzuprogrammieren. Es ist wie ich bereits hier erwähnt habe, kein Zufall das Menschen, welche fest von ihrem Zielen überzeugt sind, diese auch erreichen.

Unsere Gedanken können tatsächlich die Welt um uns herum beeinflussen bzw. mit programmieren. Das ist zwar kein Beweis für eine Computersimulation, wohl aber ein Richtungsweiser der die Möglichkeit, das wir nur künstlich sind, näher in den Bereich des wahrscheinlichen rückt.

Daher dieser Artikel der diesmal richtig intensiv in das „Sein“ eintritt und etwas tiefer gräbt als meine anderen Artikel.

 

Du bist real? Woher weißt du das?

Zu Beginn muss man sich die Frage stellen, was Realität eigentlich ist?
Woher weißt du, das alles um dich herum echt ist und du ein reales Leben führst? Weil du Gegenstände siehst und anfassen kannst? Das was du siehst, ist das, was dein Gehirn aus den Informationen die es von deinen Augen erhält, macht. Das dabei einiges Verändert wiedergegeben wird, zeigt sich schon an der Tatsache das wir eigentlich permanent unsere eigene Nase im Blickfeld haben, unser Gehirn diese aber routinemäßig ausblendet.

Erst wenn du explizit darauf achtest, nimmst du war, das die ganze Zeit über dein Riechorgan fast ein Viertel deines Sichtfeldes einnimmt.

Und das Berühren von anderen Objekten? Nur elektrische Signale die dein Gehirn verarbeitet und daraus die Informationen erstellt mit welchem Teil deines Körpers du etwas berührst und mit welcher Intensität und Struktur das Objekt auf dich einwirkt.

Theoretisch könnte man dir auch einfach ein Kabel in den Kopf stecken und mit einer bestimmten Frequenz an der richtigen Stelle im Gehirn exakt diese Informationen erstellen und dir weiß machen, dass du es gerade fühlst.

Also liefern diese zwei Wahrnehmungen keinen Beweis für die Realität. Aber auch kein Beweis für eine Simulation. Und das bringt uns zu einem Problem:

Der Beweis für die Realität ist gleichzeitig ein Beweis für die Simulation. Denn der Beweis könnte ebenfalls simuliert sein.

Qualmt dir bereits der Kopf?

Wir müssen bei diesem Thema erst einmal die grundlegenden Dinge betrachten und ganz am Anfang beginnen.

 

Das Universum birgt noch viele Geheimnisse.

Was wissen wir über unser Universum?

Der Beginn von Raum und Zeit war der Urknall. Erst ab hier existierte etwas. Was davor war und was den Urknall auslöste, wissen wir noch nicht. Nur das Echo des Knalls, welches sich noch heute ausbreitet und messbar ist, gilt als gesichert.

Ansonsten wirft das Universum zu jeder Antwort neue Fragen auf, welche teilweise die gegebene Antwort wiederum infrage stellen.

„Es gibt kaum bewohnbare Planeten“, hieß es noch vor einigen Jahren. Inzwischen haben Astronomen so viele lebensfreundliche Exoplaneten entdeckt, dass die Wahrscheinlichkeit das wir alleine sind, gleich NULL ist.

Genau so die dunkle Materie die einen Großteil des Universums bildet. Mal kann man sie zwar messen aber nicht finden. Sie wird als nicht existent abgestempelt und nur wenigen Wochen später doch wieder bestätigt.

Unser Weltall bietet also immer noch genug Raum für viele Theorien. Es ist einiges möglich. Gibt es noch weitere Universen neben unserem? Wenn ja, in welchem Raum befinden sich diese dann? Aber wir schweifen ab...

Die Naturgesetze führten dann dazu, dass sich einzelne Atome zu einem ganzen fügten und irgendwann ein Konstrukt ergaben, das in der Lage war, Gedanken entstehen zu lassen. Also ein bestimmter Zusammenschluss von Atomen, ist in der Lage sich Gedanken über Atome zu machen. Doch warum sind die Gesetze im Universum so ausgerichtet das so etwas, wie das Gehirn überhaupt entstehen kann?

 

Der Mensch unterscheidet sich vom Tier darin, dass er ein außerordentliches Bewusstsein und ein weitreichendes Denkspektrum besitzt. Aber ist das für Leben notwendig? Warum diese Einzigartigkeit? Da drängt sich auch langsam die Frage auf, wie natürlich der Mensch eigentlich ist?

 

Die Simulation ist wahrscheinlicher, als die Realität

Welche Hinweise gibt es für eine Simulation?

Kommen wir nochmal auf die Möglichkeit zurück das es mehrere Universen gibt, also ein sogenanntes „Multiversum“. Wenn wir nur eine Computersimulation sind, die auf einem Computer abläuft, so steht dieser in einem eigenen Universum. Gibt es jetzt mehrere Universen, so gibt es eventuell auch mehrere Simulationen.

 

Gibt es mehrere Universen? Und sind diese real oder simuliert?

Um es verständlicher zu machen, überlege einmal, wie viele Computer es hier auf der Erde gibt und wie viele Spiele darauf ablaufen und eine digitale Welt simulieren.

 

Die Anzahl an Computersimulation ist höher als die reale Welt. Eine Erde (reale Welt) auf der tausende von Simulationen laufen. Das bedeutet: die Anzahl an Simulationen ist deutlich größer als die Anzahl an realen Welten. Und das wiederum bedeutet, dass die Theorie das wir in einer Computersimulation leben, viel wahrscheinlicher ist als das wir in der Realität leben.

Doch was spricht für die Theorie der simulierten Welt? Der Physiker und Autor Thomas Campbell nennt dazu ein paar interessante Punkte, die ich hier mit eigenen Worten wiedergebe:

• Der Anfangs erwähnte Urknall. Plötzlich beginnt die Realität. Erst gab es nichts und mit einem Schlag existiert ein Raum, eine Zeit, Atome, Materie usw. wie als, wenn jemand einen Computer angeschaltet hat. So entsteht jede Simulation. Solange das Gerät aus ist, gibt es nichts darin. Schaltet man den Rechner ein, entstehen bei entsprechendem Programmstart, virtuelle Welten. Und das ist wahrscheinlicher, als das aus nichts plötzlich ein Knall entsteht, der alles startet. Wenn vorher nichts existiert, wie soll aus nichts ein Urknall erzeugt werden? Es muss zumindest einen Verursacher geben, jemand oder etwas der etwas hinzufügt bzw. auslöst, quasi das Drücken eines Schalters.

• Die Ausdehnung des Universums ist ein weiterer Indikator. Worin dehnt sich das Universum denn aus? Im Nichts? Einem anderem Raum? Das ist ein Problem was sich momentan nicht erklären lässt und viele Fragen und Unstimmigkeiten aufwirft. In einer Computersimulation ergebe es hingegen Sinn und ein sich ausdehnendes Universum stellt kein Problem dar und ist logisch nachvollziehbar. Die Simulation stellt einen immer größer werdenden Zahlenwert bildlich dar. Ein 3D-Kugel kann zahlenmäßig so Groß gemacht werden das sie größer als das uns bekannte Universum ist, und dennoch befindet sich diese viel größere Kugel in dem Computer, also innerhalb des eigentlich kleineren Universums.

• Viele der Messergebnisse und Verhaltensweisen von Teilchen die keinen Sinn ergeben. Sie widersprechen unseren Theorien und scheinbar gesicherten Fakten. Sie sind da, können aber nicht logisch eingeordnet werden.

Es gibt noch weitere Hinweise diese bedürfen aber einer ausführlicheren Erklärung und würden den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Viele Ungereimtheiten unserer Welt würden sich also erklären lassen, wenn wir tatsächlich in einer Computersimulation leben. Das ist auch der Grund warum viele Physiker diese Theorie als eine „reale“ Möglichkeit betrachten und diese ernsthaft in Erwägung ziehen.

Damit endet der erste Teil dieses Artikels. Du kannst das bisherige erstmal etwas sacken lassen. Im zweiten Teil geht es unter anderem um eine Frage die sich aus all den Kuriositäten und Fragen, die uns das Weltall entgegenwirft, stellt: Gibt es vielleicht doch einen Schöpfer der das alles präzise geplant und erschaffen hat?