Macht der Gedanken

Deine eigenen Gedanken und Glaubenssätze haben einen viel größeren Einfluss auf dein Leben als du glaubst. Wir haben vielleicht einen freien Willen, werden aber von unseren Glaubenssätzen in einem bestimmten Leben gefangen gehalten. Bevor das jetzt zu sehr nach Esoterik klingt, fange ich besser gleich mit dem Artikel an.

 

Die Macht der Gedanken.

 

Ich habe früher immer die Augen verdreht, wenn mir jemand etwas über Gedanken und was diese bewirken können, erzählen wollte. Diese „Denke positiv, dann läuft alles“-Aussagen haben mich immer wenig gekratzt und ich habe sie nie ganz angenommen. Es klang einfach zu abgedreht. Nur weil ich mir ab jetzt täglich einrede, dass ich einfach alles nur positiv sehen muss, wird mein Leben doch nicht besser, oder?

Ich bin kein Anhänger von Esoterik-Kram, aber inzwischen habe ich selbst einige Gedanken entdeckt, welche mich früher nur blockiert haben ohne das ich mir dessen wirklich bewusst war. Und gerade weil einem viele dieser Gedanken nicht bewusst sind, glaubt man meist auch gar nicht an deren Wirkung. Doch wie sieht es denn nun tatsächlich aus? Lass mich dir ein paar Beispiele aufzeigen.

 

■ Gedanken und Glaubenssätze bestimmen dein Leben

 Beim Thema Flirten z.B. bekomme ich häufig von Singles zu hören, dass in ihrer Gegend nicht viel Auswahl sei bzw. einfach nichts läuft mit dem anderen Geschlecht. Das Interessante an der Sache ist jetzt das Singles die nicht dort wohnen genau das Gegenteil behaupten. Ein Leser kommt aus Köln und meinte zu mir, das er in dieser Stadt einfach keinen Erfolg mit Frauen hat. Aber in Berlin läuft es ganz anderes. Die Mädels seien kontaktfreudiger und lockerer drauf. Ein anderer Leser berichtete mir, das er aus Berlin komme (wo seiner Meinung nach nichts geht) und bei Besuchen in anderen Städten festgestellt hat, dass seine Chancen hier oft viel besser seien und die Frauen auch hübscher.

Also immer dort wo derjenige nicht wohnt, geht angeblich deutlich mehr als in der Heimatstadt? Ahnst du schon etwas?
Das Problem fängt damit an das man in einer fremden Stadt „anonymer“ ist und die Leute, die man dort trifft, meist nach dem Besuch nie wieder sieht. Das macht dich im Umgang mit den dort lebenden Menschen deutlich lockerer. Du bist dann meist etwas „draufgängerischer“ weil du genau weißt, das, wenn du es verbockst oder eine Absage bekommst, es dich nicht so sehr stört, da du hier ja nicht wohnst und die Person eh nie wieder sehen wirst. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch.

Genau umgedreht ist es in deiner Heimatstadt. Dort kennt man dich mehr und die/der ein oder andere Frau/Mann kennt dich oder wird dich noch über drei Ecken kennen lernen oder zumindest von dir erfahren. Alle Handlungen (Flirtversuche, neutrales Ansprechen usw.) könnten hier noch mal auf dich zurückfallen (positiv oder negativ) und genau das löst Unbehagen bei dir aus. Dein Unterbewusstsein möchte das natürlich vermeiden, du willst ja auf der „sicheren Schiene" fahren und dich nicht zum Affen machen in deinem Wohnort, oder?

Daher entsteht bei vielen der Gedanke bzw. Glaubenssatz: „Hier gibt’s kaum Frauen, die mich interessieren bzw. keine von denen hat Interesse an mir. Das sehe ich schon von weitem. Von daher versuche ich es gar nicht erst. Hier geht eben nichts.“

Genau das wird aber zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Dein Verstand passt sich diesen Gedanken an und lehnt fast schon grundsätzlich jede Person ab bzw. jede sich anbahnende Möglichkeit.

 

■ Bist du wirklich frei?

Ähnlich verhält es sich mit solchen Gedanken wie, dass man z.B. Kinder haben muss. Wer bis zu einem bestimmten alter noch keine Kinder hat (oder, oh Schreck, Single ist.) ist weniger Wert und muss sich schlecht fühlen.
Viele bekommen diese "Torschluss-Panik" und jagen regelrecht diesem „Muss“ hinterher und werden dabei immer ungeduldiger und unglücklicher. Meist wird dann ein Notnagel genommen und eine Kompromiss-Beziehung eingegangen, nur um endlich ein Kind zu bekommen.

Wie das häufig endet, sieht man an den zahlreichen gescheiterten Beziehungen und alleinerziehenden Müttern. Es scheint heutzutage nur noch selten zu funktionieren, dass die Eltern eines Kindes eine lange Ehe führen können. Woran das wohl liegt?

„Aber man muss doch mal heiraten und Kinder bekommen, das macht man doch eben so.“

Und wo steht das? Wer hat denn bitteschön festgelegt was dich glücklich macht? Oder eine bessere Frage: Wer sollte bestimmen, was dich glücklich macht? Am besten du selbst.

Diese ganzen Gedanken die in Richtung „das macht man doch so“ gehen, sind alles eingetrichterte Glaubenssätze die dich in gewisse Bahnen lenken sollen, um dich beschäftigt zu halten.

Ich gehe z.B. gerne und oft an den örtlichen Badesee. Wenn keiner Zeit hat mitzukommen, gehe ich auch alleine dahin. Manchmal kam dabei von anderen Leuten die Frage, wie ich das denn machen könne?

„Alleine an den See gehen? Das vermittelt doch das du keine Freundin hast oder ein Sonderling bist? Mir wäre das unangenehm.“

Bullshit. Die Macht der Gedanken schlägt voll zu.
Es kann doch aber genauso gut zeigen, dass ich so ein Selbstbewusstsein habe, dass ich unabhängig von anderen Leuten mein Ding mache und auch mal alleine an den See gehe, wenn ich Bock darauf habe. Denn mal ganz ehrlich, was wäre denn die Alternative? Zu Hause zu bleiben und es zu bedauern, dass ich bei dem tollen Wetter nicht baden gehen kann, weil keiner Zeit hat?
(Außerdem glaubst du nicht wie viele Single-Frauen auch einfach mal alleine an den See fahren, um dort zu entspannen. Alleine an den See zu fahren ist also sogar das beste was du machen kannst, um jemanden kennenzulernen.)

Oder wenn ich jetzt sage das, dieses Single-Dasein auch fantastisch sein kann, dann werden viele Leute sofort sagen das dies doch völliger Blödsinn sei. Aber warum? Hier steht Aussage gegen Aussage. Wenn es sich für mich fantastisch Anfühlt dann ist es doch wahr? Woran machst du fest was richtig oder falsch ist? Bei vielen kommen sofort Glaubenssätze hoch die meine Aussage negativ bewerten. Ihre vorgefertigten Gedanken steuern ihre Beurteilung und lassen keine Alternativen zu. Man nennt das auch "Einseitige-Denkweise".
Tja und gefangen in solchen Denkmustern, wird man von diesen gelenkt und kann nicht sagen das man nach seinem eigenen, freien Willen handelt.

Schaltest du diese Gedanken aus, ist die Aussage plötzlich in alle Richtungen offen.
Du kannst steuern was du aus bestimmten Aussagen und Situationen machst.

 

■ Woher kommen diese Gedanken, welche uns kontrollieren?

 Und woher kommen jetzt diese Gedanken? Frag dich doch einmal selber woher du weißt, wie eine optimale Beziehung zu laufen hat? Woher weist du, wie wahre Liebe aussieht? Haben dich deine Eltern mal auf den Schoß genommen und gesagt:

„So, pass mal auf. Mit der Liebe und den Beziehungen läuft es so und so..“?

Nein? Na woher denn dann? Richtig. Aus Filmen und den Medien generell. Wenn du von klein auf diesen ganzen Kram "eingetrichter" bekommst, legt sich dein Verstand diese Gedankenmuster an, weil er „denkt“ das dies später mal so laufen muss und daher werden diese gezeigten Verhaltensweisen abgespeichert und bei Bedarf ohne weiteres abgespult.
Und die gezeigten Verhaltensweisen und Dinge die dich angeblich glücklich machen, funktionieren ja prima, wie man an den ganzen unglücklichen Menschen da draußen sehen kann.

Das Ganze ist wie ein System das bestimmte Glaubensmuster erzeugt und dich somit in gewissen Bahnen hält. Und du wirst täglich damit zugedröhnt. Im Radio wird ja fast ausschließlich über die Liebe und die damit verbundenen Dramen gesungen. Immer wird irgendwer von irgendwem begehrt und die Liebe wird als schwer zu erreichendes Ziel, für das man „alles geben“ und sich zum Trottel machen muss, dargestellt. Achte einfach mal darauf, wenn du wieder Radio hörst. Fast immer nur Liebe hier, Kummer da.

Du brauchst jetzt nicht damit aufhören fernzusehen und Radio zuhören (schaden würde es aber nicht.), es reicht sich schon einmal der Macht der Gedanken bewusst zu sein und auf diese mal genau zu achten. Macht dich das ein oder andere wirklich unglücklich? Das hängt einzig und allein von deinen Gedanken ab.

Wenn du z.B. Abends in die Disko geht’s und am Eingang eine lange Warteschlange ist. Wie würdest du die Situation einschätzten? Ist es eine negative Situation? Wenn du denkst, das es total nervig ist, weil du nun warten musst und drinnen dann auch alles voll ist und du so schon keine Lust mehr auf das Ganze hast, dann wurde die Situation durch deine Gedanken zu einer schlechten Situation.

Und wie sieht es aus, wenn du es mal anders betrachtest? Eine Warteschlange bedeutet, dass sich heute viele Leute in der Disko befinden. Das heißt auch das dort viele Frauen sind. Das wiederum erhöht deine Chancen jemanden kennen zu lernen. Und die Tanzfläche ist so voll, dass es keinem auffällt, das du eventuell nicht wirklich tanzen kannst.

Wie du es siehst, liegt bei dir.

Oder ein kräftiger, lange anhaltender Regenschauer, der dir deinen Ausflug mit deinen Freunden versaut, ist nicht unbedingt eine negative Situation. Der Gärtner, der seit Tagen mit einer leeren Regentonne ringt, wird sich riesig über den Regenschauer freuen. Für ihn ist es eine absolut positive Situation.

Du siehst die Realität nicht so, wie sie ist, sondern wie du sie mit deinen Gedanken interpretierst. Es liegt also tatsächlich in der Macht deiner Gedanken, wie du etwas siehst. Es liegt ganz bei dir, wie viel Gutes du in deinem Leben zulässt. Sei dir deiner Gedanken bewusst und mach dir das Leben leichter und angenehmer, indem du bestimmte Dinge einfach mal aus einer positiveren Sicht betrachtest. Du wirst staunen, wie viel Kontrolle du tatsächlich über dein Leben mit der richtig eingesetzten Macht der Gedanken hast.

Denn eines ist sicher, dein Leben wird von Glaubensätzen gelenkt und ist abhängig von deinen Gedanken. Von daher mach das beste aus ihnen um das optimale aus deinem Leben zu machen.