Miyamoto Musashi – Meister der Selbstverbesserung

Der berühmteste Schwertkampf-Meister, Miyamoto Musashi, ist speziell in Japan mehr als nur ein Held. Schon zu Lebzeiten stieg er zum legendärsten Samurai auf. Aber nicht nur im Kampf tat er sich als Meister hervor. Auch in den Bereichen des Schreibens, der Kunst, Philosophie und der Selbstverbesserung insgesamt, tat er sich als unglaublich intelligenter und weitsichtiger Mensch hervor. Wer er war, was genau er uns hinterlassen hat und vor allem was du von ihm lernen kannst, wird in diesem Artikel aufgezeigt.

 

Von Miyamoto Musashis Weisheit kann man heute noch viel lernen.

 

Das die Länder im Fernen Osten uns im Bereich Lebensphilosophie uns einiges voraus hatten, zeigt sich immer wieder, wenn du nach Sprüchen zur Motivation, Lebensweisheiten usw. suchst. Über einen Namen stolpert man dabei fast immer: „Miyamoto Musashi“. Ein großer Mann, der bereits zu Lebzeiten beeindruckendes geleistet hat. Ich hatte schon lange vor ihm einen Artikel zu widmen. Nun ist es endlich soweit. Schauen wir uns den „Meister der Selbstverbesserung“, wie ich ihn selber gerne nenne, einmal genauer an und schauen was wir von ihm und seiner Zeit, heute noch lernen und anwenden können.

 

■ Wer war Musashi?

Der legendäre Miyamoto Musashi (geboren 1584) war ein japanischer Ronin (herrenloser Samurai) der im Laufe seines Lebens die in Japan hoch angesehene Zweischwert-Kampfkunst entwickelte und damit zu einem scheinbar unschlagbaren Krieger wurde.

Doch lange bevor er diese Kampfkunsttechnik entwickelte, besiegter er bereits im Alter von 12 Jahren seinen ersten Gegner, einen geübten Samurai.

Mit ca. 16 Jahren begann er eine Reise quer durch Japan. In den folgenden Jahren dieser Reise nahm er an 6 Kriegen teil und ging aus über 60 Duellen als Sieger hervor. Im weiteren Verlauf der Zeit entwickelte er seinen eigenen Kampfstil, welcher durch den gleichzeitigen Einsatz von zwei Schwertern besondere Erwähnung findet.

Er besiegte auf seiner Reise, viele Meister im Kampf und überlebte mehrere Hinterhalte seiner Feinde.

Erwähnenswert zu den Duellen ist vor allem die Anwendung seiner psychologischen Tricks die Musashi einsetzte. Mal ließ er seinen Gegner absichtlich stundenlang warten, bis Musashi zum Duell aufkreuzte und seinen Gegner mit Leichtigkeit besiegte, weil dieser inzwischen rasend vor Wut und damit unkonzentriert in den Kampf stürzte.

Ein anderes Mal tauchte er entgegen aller Erwartungen sehr zeitig auf und stürmte sofort auf seinen Gegner zu, welcher völlig irritiert und verwundert, Miyamoto Musashi nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Tatsächlich besaß der herrenlose Samurai immer ein Ass im Ärmel, um sich Vorteile im Kampf zu verschaffen. Wenn Musashi z.B. nur mit einem Holzschwert zum Kampf antrat, fühlte sich sein Gegner nicht erntsgenommen was wiederum dazu führte das dieser sich beleidigt fühlte, unvorsichtig wurde und sein Gegenüber unterschätzte.

So eine psychologische Bekämpfung und Zermürbung der Moral seiner Gegner, gelingt nur, wenn man viel über den menschlichen Verstand, das Leben selbst und sein eigenes Verhalten weiß. Miyamoto Musashi hat nämlich nicht nur seinen Kampfstil trainiert und verbessert, sondern genauso intensiv und sehr erfolgreich mit Selbstdisziplin an sich selbst gearbeitet. Daher bezeichne ich ihn hier auch als einen "Meister der Selbstverbesserung".

 

Japanische Weisheit des Miyamoto Musashi

■ Der Meister der Selbstverbesserung

Als sich Musashi in die Berge zurückzog, um seine Schwertkampfkunst zu entwickeln, feilte er nicht nur an seiner Schwerttechnik, sondern auch an seiner Persönlichkeit. Hier sei explizit erwähnt, dass er völlig alleine an sich arbeitete. Keinen Meister und keinen Übungspartner an seiner Seite hatte. Er brachte sich all dies selber bei. Seine unglaubliche Selbstdisziplin und eine große, unerschöpfliche Motivation, trieben Musashi an und machten ihn zu einem Meister auf verschiedensten Gebieten.

Welche Erkenntnisse, Weisheiten und Philosophien er dabei erhielt, wird spätestens in seinen Niederschriften sehr deutlich.

Eine davon ist das „Buch der fünf Ringe“. Dieses enthält Lebensweisheiten und Managementstrategien, die so allgemein gehalten sind das sie sich nicht nur auf die Kampfkunst Anwendung finden, sondern auch in unserem heutigen Alltag noch großen Nutzen erbringen können.

Viele japanische Firmenchefs greifen z.B. bei der Führung ihres Unternehmens auf Miyamoto Musashis Ratschläge zurück.

Ein Schriftstück, welches der Meister der Selbstverbesserung eine Woche vor seinem Tod geschrieben hatte, nennt sich „Dokkōdō“. Dabei handelt es sich um 21 Regeln für das Leben.

In diesen kurz formulierten Regeln, steckt unglaublich viel Nutzen für die eigene Entwicklung drin. Wer diese Regeln versteht und beachtet / anwendet, kann sein Leben mit großen Schritten verbessern und sich viel Stress und Ärger ersparen. Und das in allen Bereichen seines Lebens. Also genau das, was ich mit meinem Blog auch erreichen möchte.

 

■ Was du vom Meister lernen kannst

Was du von Meister Musashi lernen kannst, weißt du besser als ich. Nur du weißt was für Probleme dich momentan ausbremsen. Von daher möchte ich jetzt nicht alle 21 Regeln hier herunterleiern und besprechen. Wirf am besten selbst einen Blick auf die Regeln und du wirst beim Lesen schon merken, was sehr nützlich für dich ist.

Ich habe daher hier einmal die "21 Regeln für das Leben" für dich als Download bereit gestellt:

 

Download
21_regeln_fuer_das_leben.pdf
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Anhand der 21 Regeln kannst du schnell deine eigenen Baustellen finden und daran arbeiten.

Nehmen wir als Beispiel Regel Nr. 10, welche auf das Problem, „Frauen kennenlernen“, was viele Leser meines Blogs interessieren dürfte, eingeht:

 

Eine der Regeln aus Musashis 21 Regeln der Selbstdisziplin.

 

Ich träume nicht davon, mich in eine Frau zu verlieben.“
In diesem einen Satz ist im Prinzip alles gesagt, was man zu diesem Thema wissen muss. Es enthält im Grunde genommen alles was mein gesamter Blog dir vermittelt. Die Regel Nr.10 bedeutet nichts anderes, als das es keinen Sinn macht Frauen hinterherzujagen. Wer nichts anderes mit seiner Freizeit anstellt, als danach zu streben endlich eine Freundin zu finden und das als das ultimative Glück ansieht, wird zum erfolglosen, frustriertem Single werden.

Es macht nur unglücklich permanent zu versuchen endlich eine Beziehung zu finden. Das Ganze wird immer Verkrampfter mit der Zeit und der permanente Misserfolg nagt an deinem Selbstwert. Und du wirkst immer anhänglicher, penetranter und unattraktiver auf die Mädels.

Von daher lebe dein Leben und siehe eine Freundin nicht als dein Lebenssinn oder Ziel an. Die Männer, die sehr erfolgreich mit Frauen sind, sind gleichzeitig die, welche nicht ständig auf der Suche nach einer Frau sind und nicht solche unattraktiven Verhaltensweisen aufzeigen. Solche Männer genießen ihr Leben und sind mit sich zufrieden und träumen nicht davon sich in eine Frau zu verlieben. Sie ziehen dadurch Frauen an und verlieben sich einfach.

Und diese ganze Problematik und deren Lösung hat Miyamoto Musashi wirklich sehr gut, kurz und treffend in dieser Regel zusammengefasst.

Natürlich ist bei diesen Regeln immer etwas Interpretationsspielraum, gerade auch weil sie eben schon recht alt sind. Und jeder wird, kann und soll es etwas anders und für sich selbst deuten. Deshalb sagte ich ja vorhin das du am besten selber einmal die Regeln liest und schaust, was du für dich davon mitnehmen kannst und was besonders nützlich für deine Selbstverbesserung ist.

Und nun viel Erfolg mit den 21 Regeln für das Leben von Miyamoto Musashi.