■ Schüchternheit überwinden

Schüchternheit zu überwinden ist, denke ich, der allererste Schritt, den man machen muss, um sein Leben in vielen Bereichen zu verbessern. Egal ob im Beruf oder im Bezug auf Liebe und Leben, immer ist Schüchternheit der Hauptgrund für Misserfolg in diesen Bereichen. Was kann man aber dagegen unternehmen?

 

 

Wer eine(n) Freund(in) haben möchte, muss irgendwann einmal den ersten Schritt machen, um überhaupt von der anderen Person wahrgenommen zu werden. Schüchternheit ist für viele gerade bei der Partnersuche ein großes Hindernis. Vor allem schießen sich die Männer mit ihrer eigenen Schüchternheit leider total ab. Die meisten Frauen finden es äußerst unattraktiv, wenn ein Mann schüchtern ist. Daher solltest du unbedingt daran arbeiten deine Schüchternheit zu überwinden.

 

■ Was ist Schüchternheit eigentlich?

 Die Schüchternheit ist zum Glück keine fest in dir verankerte Charaktereigenschaft, sondern nur eine, im Laufe deines Lebens, „antrainierte“ Eigenheit. Diese ist bei genauerer Betrachtung einfach nur die Angst vor der Meinung anderer Leute. Die Angst zurückgewiesen zu werden. Schüchterne Menschen äußern daher ihre Meinungen, Ansichten und Standpunkte, anderen Gegenüber, nicht. Die Angst vor Ablehnung und der Möglichkeit „schlecht dazustehen“ ist der eigentliche Ursprung von Schüchternheit. Wer schüchtern ist, macht sich einfach zu viele Gedanken über das was andere über sie denken.

Verstehe das jetzt nicht falsch, jeder hat introvertierte und extrovertierte Anteile in sich. Das Entscheidende ist nur, wer welche Eigenschaft
wie oft bedient bzw. herauslässt. Wenn du dir immer Gedanken darüber machst was andere über dich denken und du dich dann immer zurückhältst und im Hintergrund bleibst, damit andere gar keine Notiz von dir nehmen bzw. kein „Material“ bekommen, um dich zu bewerten, dann trainierst du deine Schüchternheit.

Schüchternheit ist also
nicht angeboren und bei manchen Menschen, nicht einmal mehr oder weniger vorhanden. Das eigene Umfeld spielt dabei eine große Rolle. Wenn man als Kind z.B. oft mit seiner Meinung zurückgewiesen wurde, hat man später sehr mit Schüchternheit zu kämpfen. Was also unternimmt man also jetzt am besten?

 

■ Schüchternheit abtrainieren

 Da Schüchternheit aus einer Angst heraus gründet, muss ich gleich als Erstes festhalten das man Angst (und also auch Schüchternheit) nie komplett loswerden kann. Immer wenn etwas Unbekanntes bevorsteht (z.B. Fallschirmsprung) oder etwas Heftiges geschieht (Unfall), hat man immer Angst um sich oder andere Menschen. Das ist normal und wird in entsprechenden Situationen immer wieder in dir hochkommen. Selbst die größten Aufreißer verspüren immer noch etwas Angst, wenn sie eine Frau ansprechen. Ich bin da auch keine Ausnahme.
Man kann die Angst aber für gewisse Situationen so weit herunterfahren, dass man sie kaum noch wahrnimmt bzw. einem nicht mehr negativ im eigenen Verhalten beeinflusst. Die Schüchternheit kann also überwunden werden.

 

■ Je häufiger man etwas tut, umso geringer wird die Angst die man dabei verspürt.

 

Das kennt der ein oder andere bestimmt. Z.b. bei einem sportlichen Wettkampf. Ist es dein erster Wettkampf, so bist du unglaublich aufgeregt und nervös. Je öfter du aber a einem Wettkampf teilnimmst, umso geringer wird dieses kribbeln im Bauch und die Aufregung wird mit jedem mal, bis zu einem bestimmten Punkt, weniger.

Daher solltest du damit anfangen deine Meinung anderen Gegenüber auch mal zu äußern. Wenn dir z.B. auf Arbeit ein neuer Arbeitsablauf nicht gefällt, weil er bestimmte Nachteile mit sich bringt, dann nenne diese Probleme deinen Kollegen und deinem Chef gegenüber. Oder im Freundeskreis ist es immer besser seine Ansichten direkt zu äußern. Man driftet sonst schnell in den Hintergrund ab.
Generell ist es für den Anfang sehr hilfreich einfach mal in der Stadt, fremde Leute anzusprechen und nach der Uhrzeit zu fragen oder sich den Weg zu einem bestimmten Geschäft sagen zu lassen (auch wenn du den Weg selber schon kennst.) Und achte mal genau darauf, dass du den Leuten, solange du sprichst,
in die Augen schaust. Damit verschwindet der Eindruck von Schüchternheit quasi sofort.

Wie gesagt, anfangs wird deine Schüchternheit noch ordentlich dagegen rebellieren, aber wenn du es einfach mal eine Woche lang durchziehst und trotzdem jeden Tag zwei, drei Leute ansprichst, wirst du merken wie deine Schüchternheit bzw. deine Angst, andere anzusprechen,
deutlich geringer wird.
Sei dir auch darüber bewusst, dass
„Schüchternheit überwinden“ ein Lernprozess ist, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein wird. Deine Schüchternheit hast du dir ja auch im Laufe der vergangenen Jahre unbewusst aufgebaut. So eine „Programmierung“ lässt sich nicht so schnell umkehren. Bleibe da also hartnäckig dran, arbeite jeden Tag daran und mach dir positive Gedanken was dir alles Gutes passieren kann, wenn du mal nicht schüchtern handelst.

Du wirst von anderen Menschen mehr wahrgenommen werden und so mehr soziale Interaktion haben. Und wenn du dann auch anfängst die Mädels anzusprechen, welche dir gefallen, schaffst du zumindest erst einmal überhaupt die Möglichkeit für eine Beziehung.

Jetzt also raus mit dir und arbeite daran deine Schüchternheit zu überwinden. Einen Schritt hast du ja bereits gemacht und diesen Artikel aufgesucht und gelesen. Deine extrovertierte Seite möchte nämlich auch mal bedient und ausgelebt werden. Denn was glaubst du, welcher Teil von dir dich wohl dazu bewegt hat, online nach einer Lösung für dein Problem zu suchen? Kleiner Tipp: es ist
nicht deine Schüchternheit gewesen.