■ Du bist unglücklich, weil du zu viel über dein Leben nachdenkst.

Zu wenig Denken ist nicht gut. Zu viel Denken aber auch nicht. Wenn du andauernd über alles mögliche nachdenkst, blockierst du dich nur. Machst du dich also mit zu vielen Gedanken selbst unglücklich?

Damit herzlich Willkommen zum "philosophisch" angehauchten Artikel.


Gedanken machen beim zeichnen kann entspanned wirken. Unglücklich wenn man zu viel nachdenkt.

Ich möchte mit einem Zitat von einem ganz großen und genialen Mann beginnen. Jemand von dem du garantiert schon gehört hast: Leonardo da Vinci. Obwohl schon längst verstorben, hat dieses Genie schon vor über 500 Jahren, Weisheiten zu verschiedenen Problemen des Menschen niedergeschrieben, die heute noch genau so aktuell sind wie damals zu seiner Zeit.

 

Die menschliche Psyche neigte scheinbar schon immer eher zum negativ Denken. Der Grund dafür würde aber den Rahmen dieses Artikels sprengen. Daher beschränke ich mich nur auf das Zitat und auf das, was man daraus für sich mitnehmen kann. Es ist eine Interpretation meinerseits und ich gebe hier nur das wieder was ich für mich daraus deuten kann.

 

Der Meister schrieb folgendes in eines seiner zahlreichen Skizzenbücher:

 

 

 

Wer daran leidet, dass die Zeit schwindet und nicht an Kraft gewinnt: Je mehr einer über sich nachdenkt, desto betrübter wird er.“

-Leonardo da Vinci (1452-1519)

H.Anna Suh:Leonardo da Vinci Skizzenbücher.Aus dem Englischem: Ursula Fethke,Köln. Paragon Books Ltd 2005

 

 

 

Und genau so ist es. Wenn du zu viel über deine Situation nachdenkst (was du noch nicht erreicht hast, was du gern hättest, was du versäumt hast usw.), wird dich das auf Dauer unglücklich machen.

 

Es ist jetzt grundlegend natürlich nicht falsch, mal über sich selbst und sein Verhalten nachzudenken, aber tue dies nicht zu intensiv. Umso länger du über dich selbst nachdenkst, umso mehr driftest du in die negativen Dinge in deinem Leben ab, was dich dann unglücklich macht. Die Gedanken führen uns fatalerweise immer in Richtung dessen was wir nicht besitzen. Stattdessen wäre es besser, sich bewusst zu machen, was man bereits hat und wie glücklich man darüber sein sollte.

Denke nicht andauernd über dich nach. Niemand ist perfekt, und niemand wird es je sein.

 

 

Wer zu oft darüber nachdenkt, das er z.B. Single ist, und wie doof das doch sei, wird immer unzufriedener. Oder das „überanalysieren“ von Situationen wie z.B. bei einem Date. Du blockierst dich selber wenn du dir zu viele Gedanken über Fragen machst wie:

 

Was kann ich tun das sie/er mich mag?“

 

Wie wirke ich auf die andere Person?“

 

Mache ich das gerade Richtig?“

 

Was soll ich am besten sagen?“

 

Das macht dich nur nervös und du wirkst abwesend oder sogar merkwürdig. Und das Date wird nicht gerade in deinem Interesse verlaufen.

 

Aber auch im Alltag haben die meisten Menschen zu viele Bedenken. Sind zu viel im Kopf unterwegs. Während du z.B. durch die Stadt gehst, denkst du schon an deine morgige Arbeit, an den Abwasch den du noch machen musst, an den Werkstatt Termin für dein Auto, den Zahnarzt-Termin nächste Woche usw.

Natürlich sollte man seine Aufgaben und Termine auf dem Schirm haben, aber nicht ständig daran und darüber nachdenken. Denn während du grübelst und im Kopf unterwegs bist, bemerkst du evtl. das hübsche Mädel / den hübschen Kerl, welche(r) dir gerade interessierte Blicke zu wirft, überhaupt nicht.

 

Oder dir begegnet plötzlich eine attraktive Person und du bist von der spontanen Begegnung total überrumpelt weil du in Gedanken unterwegs warst. Und du daher so schnell gar nicht weißt, was du jetzt am besten zu ihr sagen sollst bzw. zu viele Möglichkeiten, wie du die Person ansprechen könntest, durch deinen Kopf fließen. Am Ende machst du gar nichts und lässt diese Chance verstreichen.

 

Und dann sitzt du wieder unglücklich zu Hause und fragst dich warum du Single bist. Wann aber macht man sich am besten Gedanken über bestimmte Dinge?

 

Zuhause vor deinem Kalender kannst du dir Gedanken über deine Termine machen. Wenn du entspannt auf dem Sofa liegst, kannst du über deine Ziele und Wünsche nachdenken. Aber wenn du unterwegs bist, konzentriere dich auf das hier und jetzt. Konzentriere dich nur auf das, was du gerade machst.

 

 

 

Da wir im Alltag aber permanent denken, gilt es ein gesundes Maß bzw. die richtige Balance zwischen den beiden Extremen zu finden.

 

 

Denke also nicht zu viel über dich nach, und dein Alltag wird sich deutlich besser anfühlen. Generell wird man dadurch zufriedener mit sich selbst und dir gelingt auch viel mehr in deinem Leben. Blockiere dich also nicht mit permanenten Gedanken über dich und Ereignisse die noch in der Zukunft liegen, oder schon längst der Vergangenheit angehören.

 

 

Und wenn dir öfter etwas durch den Kopf gehen soll, dann am besten das oben genannte Zitate von Leonardo da Vinci.