Was ist Geld? Eigentlich eine Religion!

Hast du schon einmal darüber nachgedacht was Geld eigentlich wirklich ist? Es bestimmt unseren gesamten Alltag, löst die unterschiedlichsten Emotionen in uns aus und es ist dennoch nur eine wertlose Erfindung die nur funktioniert, weil wir glauben das Geld einen Wert hat.

 

Geld ist eigentlich eine Art Religion.

 

Es führt oft zu Streit, Neid und löst bei vielen eine Gier aus. Andere gehen über die Grenze des moralischen hinaus, um an eine große Menge davon zu kommen. Und wieder andere morden sogar dafür. Geld. Tatsächlich ist das Geld das wahrscheinlich größte, selbstgemachte Leid von uns Menschen. Inzwischen bestimmt es nahezu komplett unser Leben. In unserem System kann man nur leben, wenn man in unserem Geldsystem mitspielt.

Geld löst Sorgen und viele weitere Probleme in unserem Leben aus, sofern wir kaum oder nichts haben. Im Grunde genommen ist der Mensch das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, das dafür zahlen muss, um auf dieser Erde leben zu dürfen. Dabei ist Geld nur eine Erfindung. Geld ist in Wirklichkeit nichts. Und dennoch lassen wir uns so sehr davon leiten, weil wir an das Geld und seinen Wert glauben.
Somit ist Geld eigentlich mehr eine Religion als ein Wertesystem. John Carpenter hat in seinem Film „Sie Leben“, eine sehr passende Szene dazu eingebaut. Auf einen der Geldscheine ist durch die Brille, welche versteckte Botschaften offenbart, auf einem Geldschein, „Das ist dein Gott“, zu lesen.

Lass uns das liebe Geld heute also mal genauer unter die Lupe nehmen und dir hoffentlich eine bessere Sicht und Einstellung zum verderbten Geld aufzeigen. Denn das Geld ist eine der Hauptursachen für Unglücklichkeit. Es macht vielen sogar das Leben kaputt. Daher denke ich, dass es wichtig ist diesem Thema einen Artikel hier zu widmen.

 

Der vereinfachte Tauschhandel

  Wie ist dieses kranke Geldsystem entstanden?
Ohne jetzt zu ausschweifend zu werden und auf die Goldschmiede und die Familie Medici (welche sozusagen die Urheber des ganzen sind) einzugehen, möchte ich es dir an einem vereinfachten Beispiel erklären.

 

 

Geldscheine haben nicht umsonst das Wort "Schein" in sich.

Als es noch kein Geld gab, tauschte man Waren untereinander aus. Das war aber teilweise ziemlich umständlich. Stell dir vor, wie ein Apfel-Bauer permanent seine Apfelkörbe hätte mit sich herumschleppen müssen, um etwas anderes zu erwerben. Nehmen wir an der Apfel-Bauer möchte einen Sack Kartoffeln erwerben und der Kartoffelverkäufer hätte dafür gerne 20 Äpfel. Anstatt nun die Äpfel mit sich herumzuschleppen und sofort auszuhändigen, schreibt der Apfel-Bauer einen Schuldschein, auf dem steht, dass man sich mit diesem Schein 20 Äpfel auf seinem Hof abholen könne.

Der Kartoffelverkäufer akzeptiert diesen Schein und ist froh die ganzen Äpfel jetzt nicht den ganzen Tag mit sich herumschleppen zu müssen. Und als er dann ein paar Tage später über den Markt schlendert, entdeckt er ein Paar Schuhe. Der Schuhverkäufer braucht aber keine Kartoffeln. So bietet ihm der Kartoffelverkäufer seinen „Apfel-Schuldschein“ an. Der Schuhverkäufer akzeptiert diesen und der Verkauf ist abgeschlossen. Jetzt hat also er die Möglichkeit sich 20 Äpfel abzuholen oder den Schein selber weiterzugeben im Austausch für andere Waren.

Das hört sich im ersten Moment ganz gut an, oder?
Nun wandert der Schuldschein, der scheinbar einen Wert hat, immer weiter und der Apfel-Bauer merkt, das niemand zu ihm kommt, um diesen Schein einzulösen. Daher beginnt er einfach weitere Schuldscheine auszustellen und damit einkaufen zu gehen. Und siehe da, fast niemand kommt und löst diese Scheine tatsächlich ein. Es ist eher die Ausnahme. Dieser Umstand öffnet dem Apfel-Bauer natürlich Tür und Tor für ein fragwürdiges Unterfangen. Er stellt nun noch mehr Schein aus. Zusammen übersteigen diese Schuldscheine aber die Anzahl an Äpfeln, die er tatsächlich aushändigen kann. Sollten also jetzt auf einmal alle Leute die einen „Apfel-Schuldschein“ haben, bei ihm vorbeikommen und diese eintauschen wollen, hätte der Apfel-Bauer nun ein großes Problem.

Aber wie schon erwähnt, tauschten nur die wenigsten die Scheine wirklich wieder gegen Äpfel ein. Stattdessen wurde mit ihnen weiter eingekauft.

Und genau das ist die Prozedur, welche die damaligen Goldschmiede erkannten. Denn Geldscheine und Münzen liegt das bei ihnen hinterlegte Gold zugrunde. Doch kaum einer kam und tauschte es dagegen ein.

Noch heute basiert unser Geldsystem auf dem, im jeweiligen Land hinterlegten Goldbarren Bestand, der in den verschiedensten Banken gelagert ist. Doch das ist so gut wie keinem mehr so richtig bewusst. Geh doch mal zu deiner Bank und lege die Scheine auf den Tisch und verlange das dir dafür zustehende Gold. Du wirst es nicht bekommen. Niemand holt sich heutzutage sein Gold von seiner Bank ab. Unsere Vorstellung vom Geld hat sich schon so sehr verändert, dass wir den Geldschein tatsächlich einen Wert andichten.

Der Geldschein heißt wahrscheinlich nicht umsonst "Geldschein".

 

Der Fehler im Geldsystem

Warum wir mit diesem System nur verlieren können.
Damit aber nicht genug. Die ganze Sache kann noch schlimmer gemacht werden. Das Hauptproblem ist der Zins. Denn mit diesem wird aus dem Nichts, Geld erschaffen. Wie genau meine ich das? Dazu noch ein sehr vereinfachtes Beispiel:

 

Nehmen wir an ich bin die Bank und es gibt nur 10 Euro auf dieser Welt. Du leihst dir 5 Euro zu 1 Euro Zinsen. Heißt, du verpflichtest dich mir 6 Euro wieder zu geben. Dein bester Freund leiht sich ebenfalls 5 Euro. Nun bekomme ich also insgesamt 12 Euro von euch.

Aber es gibt doch nur 10 Euro weltweit? Mehr Gold ist nicht hinterlegt. Woher sollst du und dein Freund also das Geld nehmen? Vielleicht leiht dir dein Freund den 1 Euro Zinsen, damit du deine Schulden bei mir begleichen kannst? Dann bist du fein raus aus der Sache. Nur eben dein Kumpel nicht. Ihm fehlen jetzt zu seinen 4 Euro noch 2 Euro, um seine Schuld zu begleichen.

Du willst ihm auch helfen und leihst dir also bei mir 2 Euro zu 1 Euro Zinsen. Dein Freund begleicht seine Schulden bei mir, ich habe wieder meine 10 Euro zusammen und du schuldest jetzt 2 Euro und 1 Euro Zinsen. Insgesamt reden wir also schon jetzt über eine Summe von insgesamt 13 Euro. Mithilfe des Zinses habe ich nun also schon 3 Euro aus dem nichts geschaffen und einer von euch beiden wird für immer Schulden bei mir haben.

Und nur mit dem "Schulden machen" finanzieren sich alle Banken.

Merkst du, wie bekloppt dieses System eigentlich ist? Es gibt immer einen Verlierer. Es gibt immer einen, der Schulden bei mir haben wird, und es ist nicht möglich, dass alle wieder aus der Sache herauskommen.

Denken wir nochmal daran was das Geld eigentlich aussagt. Dein 10 Euroschein bedeutet das du auf der Bank, Gold im Wert von mindestens 10 Euro hast. Jedem, den du diesen Schein gibt’s, kann also auf die Bank gehen und sich das Gold in dem entsprechendem Wert geben lassen (theoretisch).

 

Dem Geld liegt der Goldbarren zugrunde.

Das macht aber keiner. Und so kann die Bank munter Zinsen auf jedes geliehene Geld verlangen. Auch wenn das die tatsächlich vorhandene Goldmenge übersteigt. Sie erschafft einen Wert aus dem nichts und schreibt diesen in ihre Finanzbücher. Dieses Geld nennt man Buchgeld. Und aufgrund dieses Buchgeldes kann die Bank entsprechend Geld verleihen und entsprechend Geldscheine drucken und aushändigen.

 

Laut ihren Büchern ist das Geld ja vorhanden. Die Schulden der Menschen sind das Vermögen der Banken und Reichen. Aber es könne (wie im Beispiel dargestellt) niemals alle Menschen ihre Schulden zurückzahlen. Und so werden die Schuldenberge immer größer. Es wird also immer einen Verlierer geben.

Aber dieser Umstand ist vielen nicht klar. Sie glauben alle das dieses bunte Papier in ihrer Tasche einen Wert hat.

 

Geld ist eine Glaubenssache

Wenn Geld eigentlich wertlos ist, warum kann ich dann damit einkaufen?
Ganz einfach. Da jeder an den Wert des Geldes glaubt, wird es auch als legitimes „Tauschmittel“ akzeptiert. Die Verkäuferin im Supermarkt glaubt, das dein Geld einen Wert hat und nimmt es deshalb entgegen und lässt dich dafür mit der Ware den Markt verlassen.

 

Was wäre, wenn du morgen beim Bäcker stehst und der Bäcker sagt, das er dem Geld nicht mehr vertraut und du ihm lieber das angeblich vorhandene Gold direkt vorbeibringen sollst, um dein Brot zu kaufen? Nehmen wir an du bekommst tatsächlich das Gold von deiner Bank und holst dir so dein Brot ab.

 

Nun wollen aber alle Händler nur noch Gold haben. Jeder rennt los und will seine Geldscheine eintauschen. Da aber wie oben erklärt mehr Geldscheine im Umlauf sind als tatsächlich Gold vorhanden, schauen viele Leute in die Rohre und merken erst dann, das ihr buntes Papier völlig wertlos ist.

Da aber alle in dem Glauben leben, das es einen Wert hat und die Händler nicht das Gold verlangen, sondern das bedruckte Papier, und die Leute niemals das Gold abholen, funktioniert das ganze System. Sprich, das ganze Geldsystem lebt nur von dem Glauben der Menschen und ist somit eigentlich schon eine Religion.

 

Geld funktioniert nur, weil wir daran glauben.

Düstere Zukunft

Wohin führt uns dieses fehlerhafte Geldsystem?
Es wird immer mehr Schulden geben und die Entwertung des Geldes wird für immer größere Probleme sorgen. Irgendwann wird es einen Finanzcrash geben. Das System muss in seiner jetzigen Form kollabieren.

 

Man hat inzwischen ja bereits die Sparzinsen nahezu auf 0 gesenkt und versucht das Bargeld abzuschaffen um den Crash hinauszuzögern. Denn wenn die Bank niemanden mehr Scheine auszahlen muss, kann das wilde Treiben noch ein Weilchen weitergehen, während wir immer abhängiger und kontrollierbarer werden.

Zusammenfassend sei gesagt das du das Geld nicht all zu ernst nehmen solltest. Denn es ist eigentlich nichts. Du lebst halt in einem System in dem der Glaube an das Geld existiert und als Grundlage in diesem Leben integriert wurde, um es dir zu gestatten hier zu leben. Aber kann es wirklich der Sinn deines Lebens sein bis zu deinem Tod einem erfundenen Wert hinterherzurennen?

 

Ein künstliches System, was Probleme verursacht und viele negative Emotionen heraufbeschwört und vom Menschen selbst gemacht ist, kann und sollte nicht der Mittelpunkt deines Lebens sein.

Denn eines ist sicher, wenn du einmal stirbst, wirst du nichts von deinem ersparten Geld mitnehmen können.